Zoltán Kodály – Sonate für Solocello – Truls Mørk
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Zoltán Kodály – Sonate für Solocello – Truls Mørk

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Erscheinungsdatum: 10. April 2026

Das Jahr 1915 markierte einen Wendepunkt in der Geschichte des Cellos. Als Zoltán Kodály seine Sonate für Violoncello solo, op. 8, vollendete, schuf er nicht einfach nur ein Musikstück; er erschloss dem ungarischen Boden eine neue Klangsprache. Die Sonate gilt weithin als das bedeutendste Werk für Violoncello solo seit Johann Sebastian Bachs Cellosuiten. Sie wird für ihre beeindruckende Virtuosität gefeiert, die die technischen und expressiven Grenzen des Instruments durch die Verschmelzung ungarischer Volksmusik mit Einflüssen des modernen 20. Jahrhunderts erweitert. Das Stück erfordert, dass der Cellist die beiden tiefsten Saiten (G und C) einen Halbton tiefer auf Fis und H stimmt. Diese Umstimmung vertieft den Resonanzraum des Instruments und ermöglicht die grundlegende Tonalität des Werkes in h-Moll. Kodály, der jahrelang mit Béla Bartók durch die ungarische Landschaft reiste, um Bauernlieder zu dokumentieren, durchdrang diese Sonate mit der ursprünglichen Kraft der ungarischen Volksmusik. Es ist ein Werk, das vom unregelmäßigen Rhythmus der ungarischen Sprache und dem klagenden Seufzen des Tárogató durchdrungen ist. Es verwendet fortgeschrittene Techniken wie eine ausgedehnte Daumenposition, komplexe Flageolett-Töne, schnelle Saitenwechsel sowie simultanes Pizzicato und Arco. Obwohl es 1915 komponiert wurde, verzögerte sich die Uraufführung aufgrund des Ersten Weltkriegs bis zum 7. Mai 1918 in Budapest durch den Cellisten Jenö Kerpely. Der ungarische Cellist János Starker setzte sich maßgeblich für das Werk ein; seine Aufnahmen und Editionen trugen dazu bei, es als festen Bestandteil des professionellen Cellorepertoires zu etablieren.

Fotogalerie der Aufnahmesitzungen

Truls Mørk ist bekannt für seine mitreißende Intensität, seine technische Brillanz und seinen strahlenden Ton. Geboren 1961 in Bergen in eine Musikerfamilie, begann er seine musikalische Ausbildung bei seinem Vater, bevor er bei Meistern wie Frans Helmerson, Heinrich Schiff und Natalia Shakhovskaya studierte. 1982 erreichte er als erster Skandinavier das Finale des renommierten Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerbs und gewann diesen. Er konzertiert regelmäßig mit Weltklasse-Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den New Yorker Philharmonikern und dem Royal Concertgebouw und arbeitet mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle und Esa-Pekka Salonen zusammen. Als engagierter Förderer moderner Musik hat Mørk über 30 neue Werke von Komponisten wie Penderecki und Rautavaara uraufgeführt. Seine umfangreiche Diskografie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem Grammy Award für seine Einspielung der Britten-Cellosuiten. Mørk ist zudem ein angesehener Pädagoge und hat eine Professur an der Norwegischen Musikakademie in Oslo inne. Er spielt eine Domenico Montagnana von 1723, die oft als „Esquire“ bezeichnet wird und für ihren gewaltigen, warmen und breiten Klang bekannt ist.

Diese Aufnahme wurde vom Filmproduzenten Stein-Roger Bull als Soundtrack für Jo Strømgrens Tanzfilm CLOSED initiiert. Die Musik wurde in der Jar Church außerhalb von Oslo vom Toningenieur und Musikproduzenten Morten Lindberg aufgenommen. 

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Albumtitel

Zoltán Kodálys Sonate für Solocello

Künstler

Truls Mørk, Cello

Produzent
Morten Lindberg, Tonmeister und Musikproduzent

Stein-Roger Bull, ausführender Produzent

Katalognummer
2L-177
EAN13

7041888527206 (Stereo)
7041888527213 (Surround)

ISRC-Code

NOMPP2602010-030

Formate
5.0 Surround + Stereo
Veröffentlichungsdatum
April 2026
Aufnahmedatum

September 2016

Standort
Jar Church, Norwegen
Originalquelle
DXD (352.8kHz/24bit)